Archiv der Kategorie: Gedichte

Mini-Literatur

ZeichenFrei Verwittert die Zeichen, kein Lied für die Nacht, keine Silbe für Nowhere, keine fürs Meer. Kein X für ein U. Er hatte sie unter der Hand. Nun muss sie von da aus. Von hier, wo nichts ist außer, naja, … Weiterlesen

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Brandgeruch

Wir haben friedlich im Friedlichen gesessen, haben Schwachsinn und Werbung geguckt, unsere Ängste gepflegt, Kränkung, Scham und Hass geleckt, Wir haben weitergezappt, über den Balkan und übers Mittelmeer. Getrunken bis in den Schlaf. Wir hatten unsere Probleme, mit Vätern und … Weiterlesen

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An das Jahr

Nun geh schon, Jahr! Pack deinen Sack. Nimm die gebrauchten Tage mit, und lass die süßen Stunden da. Die pflanze ich ins frische Beet, dass Spaß und Unfug draus wuchern, und genug Zeit wächst fürs Denken.  

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September, dieser Halunke

Der September gibt sich als wackerer Blender. Er staubt das Grün noch einmal ab, und stellt die Sonne schräg. Er pflügt und mäht, drischt und sät. Für den Winter. Revolutionärinnen schickt er aufs Land, den Juden ruft er Shana tova! … Weiterlesen

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Nicht Meer

Am Meer saß ich bei Störtebeker und den fetten Muscheln. Die Grenze schwappte mir in die Schuh. Sie fragten mich über Nacht nach meinem Woher und Wohin. Fast Tag ließ man mich zurück ins Land, das ich Zuhause nannte, seinerzeit. … Weiterlesen

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Narkose für den rechten Helden

Es war in den Neunzigern, da war ich schon im Westen. Nachtdienst in der Klinik. Einer mit Messerstichverletzungen lag auf dem Tisch. Die Polizei hatte ihn begleitet. Sie sagten er habe angefangen, sein Gegner sei unverletzt. Sie sagten, dass er … Weiterlesen

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Behaust

Eine Kerze stell ich dir ins Fenster, dass du nach Hause findest, Fremde. Ans Feuer setz dich, erzähle von deinemmeinem Land. Noch ein Glas weißen Weins, dann leg den Schmerz in Eisen und lass uns alte Lieder … Denn draußen … Weiterlesen

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Gnade, materialistisch

Vielleicht sollten wir gnädiger sein. Wenn die Stürme tosen und dem anderen schon die Schlinge um den Hals liegt. Selbst wenn wir nicht das gleiche Latein sprechen. Selbst wenn wir nicht das Gleiche sprechen. Der alte Marx hat gesagt, wir … Weiterlesen

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Unwahrscheinliches Glück

Ein bisschen Glück wäre schön, ein kleines, abseits von Krankheit, Armut, Tod. Ich könnte hineinklettern und warten. Ein kleines Glück wär hübsch. Zimmern würde ich darin, streichen und polieren, es hegen und päppeln, und mit ihm kichern dem kleinen Glück. … Weiterlesen

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An das Jahr

Geh, Jahr, pack deine Koffer, nimm die gebrauchten Tage mit. Die Stunden in Angst. Und die Demütigung. Die miesen News. Sorge, Krankheit und Verrat. Hau ab, Jahr. Gib dem Neuen Raum, und der Hoffnung, die zwangsweise darin wohnt. Dein Erinnern … Weiterlesen

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