Brandgeruch

atom1Wir haben friedlich im Friedlichen gesessen,

haben Schwachsinn und Werbung geguckt,

unsere Ängste gepflegt,

Kränkung, Scham und Hass geleckt,

Wir haben weitergezappt,

über den Balkan und übers Mittelmeer.

Getrunken bis in den Schlaf.

Wir hatten unsere Probleme,

mit Vätern und Müttern,

Chips, Schokolade und Sucht.

Wir haben ganz schön geweint

über die Welt.

Die Rauchmelder haben wir ausgeknipst,

als sie schrillten.

Bis das Land brannte,

und unsre Kinder uns fragten –

Was habt ihr getan.

Da mussten wir sagen:

NICHTS.

 

 

Über annekuhlmeyer

1961 in Leipzig geboren, lebt im Münsterland, schreibt Kriminalromane, Geschichten und dies: Blog: https://annekuhlmeyer.wordpress.com/
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3 Antworten zu Brandgeruch

  1. Philipp Elph schreibt:

    FEIN!
    Etwas prosaischer: Bei uns schrillt’s immer, wenn Philippine Bratwurst brät. Dann klettert Philipp auf den Stuhl und schaltet den Schriller aus. Und beim nächsten Maldann „Same procedure..“ trotz Dunstabzugshaube, offenem Fenster. Philipp liebt Bratwurst.

    Gefällt 1 Person

  2. nun, das Gedicht, ist wie ein kleines Kind, es braucht noch viel Arbeit um es groß und schön zu bekommen.

    Gefällt mir

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