Nicht Meer

Am Meer saß ich

bei Störtebeker und den fetten Muscheln.

Die Grenze schwappte mir in die Schuh.

Sie fragten mich über Nacht

nach meinem Woher und Wohin.

Fast Tag ließ man mich zurück ins Land,

das ich Zuhause nannte, seinerzeit.

 

Von da aus, später, nach Süden.

Blaues Wasser, grenzenlos bis Afrika.

Oliven, Wein und Uniformen.

Tausendfacher Tod in der See.

 

Es sitzt sich schwer an diesem Meer.

Die Sonne verzischt in der Flut.

Die Muscheln sind ausgewandert.

Ich folgte ihnen,

wüsste ich ihren Weg.

 

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Über annekuhlmeyer

1961 in Leipzig geboren, lebt im Münsterland, schreibt Kriminalromane, Geschichten und dies: Blog: https://annekuhlmeyer.wordpress.com/
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2 Antworten zu Nicht Meer

  1. Jochen Hoff schreibt:

    Selbst wenn du den Weg der Muscheln wüsstest, könntest du ihn nicht folgen. Das Dröhnen deiner Schritte mit der du dir die Erde untertan machst, treibt sie von dir weg.

    Du Bist Objekt und Handlung zugleich.

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