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Es gibt keine Toten

Kriminalroman (3/2014 im KBV Verlag, S. 301, 9,50 Euro)

Wie begegnet man rechter Gewalt?

Die Ermittlerin Marlene Katz gerät in radikale Maßnahmen gegen radikalen Terror und läuft dabei in eine moralische Falle.

Natürlich gibt es Tote. Vor 70 Jahren zu Millionen. Heute, im münsterländischen Coesfeld, gibt es einen. Der Afghanistan-Veteran Hartfield hat sich in seinem Keller erhängt, nur glaubt seine minderjährige Geliebte nicht an Selbstmord. Sie verschwindet, bevor Marlene Katz und Gregor Richter die Ermittlungen aufnehmen können.

Marlenes Leben gerät aus den Fugen, als sie nach Gelsenkirchen versetzt werden soll. Die Beziehung zu ihrem Kollegen Gregor scheitert, in der neuen Dienststelle ist die Hölle los, alkoholisiert verursacht sie einen Unfall. Inmitten dieser Katastrophen lernt sie Schönfelder, den Chef einer Leipziger Sicherheitsfirma, kennen, der ihre Unfallflucht deckt und sie einstellt, als sie ihren Polizeijob hinschmeißt.

Leipzig empfängt Marlene mit einem Sprengstoffattentat am Völkerschlachtdenkmal in der Silvesternacht. Fünf Menschen sterben. Zur gleichen Stunde explodiert eine Bombe im jüdischen Gemeindehaus. Islamisten sollen verantwortlich sein, heißt es. Doch Schönfelder vermutet die Täter in der rechten Szene.

Marlene, die eigentlich zum Objektschutz auf dem alten, denkmalgeschützten Psychiatriegelände in Dösen eingeteilt ist, wird beauftragt, sich dem „Ring nationaler Frauen“ anzuschließen, um an Informationen zu kommen. Allein und mittellos begibt sie sich zunehmend in Abhängigkeit von dem charismatischen Schönfelder und wird in die zweifelhaften Aktivitäten der Sicherheitsfirma verstrickt. Neonazis verschwinden. Ist Marlene Zeugin? Mitwisserin? Mittäterin?

Die Spur der Zugvögel

 Kriminalroman, 2011, S.221, Prolibris-Verlag, 12, – HIER zu bestellen, z.B.

In das St. Vincenz-Hospital werden die Opfer einer schweren Schlägerei eingeliefert: Ein 15-jähriger Libanese, komatös, und Kriminalhauptkommissar Conrad Böse, der dem Jungen zu Hilfe kommen wollte. Ein banaler Streit unter Jugendlichen, der ausgeartet ist? Ein ausländerfeindlicher Hintergrund? Merkwürdig, dass sich zunächst keine Zeugen finden lassen. Böses Mitarbeiter tun sich schwer. Die Personaldecke ist dünn. Julia Morgenstern ist zwar nach einer Auszeit voller Zweifel wieder in den Dienst zurückgekehrt und bereits mit dem Fall einer vermissten jungen Frau befasst, aber sie kämpft mit anderen Problemen. Ihr Kollege Sven Bentrup scheut Ermittlungen vor Ort und verkriecht sich hinter seinem Polizei-Computer. Das Team wird durch den dramatischen Verlauf der Ereignisse auf eine harte Probe gestellt …

Freitags Tod

 Kriminalroman, 2010, S. 253, Prolibris-Verlag, 12,- HIER zu bestellen z.B.

Gottfried Freitag, der Leiter des Seniorenheims „Haus Abendsonne“, wird erstochen in seinem Büro aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass der Ermordete kein sympathischer Zeitgenossen gewesen sein muss. Conrad Böse und seine Kollegin Julia Morgenstern ermitteln im münsterländlichen Coesfeld. Aber sie sehen sich einer Wand aus Schweigen gegenüber. In Conrad kommt der Verdacht auf, dass häusliche Gewalt ein Tatmotiv sein könnte. Selbst ist er gefangen in familiären Problemen und flüchtet im Rahmen der Ermittlungen nach Brandenburg, um den unehelichen Sohn Freitags zu treffen. Dabei gerät er selbst an die Grenzen seiner körperlichen und seelischen Belastbarkeit …

Ein Kriminalroman über Schuld, Gewalt und Schweigen und über die Zerbrechlichkeit der Wirklichkeit.

 

Über annekuhlmeyer

1961 in Leipzig geboren, lebt im Münsterland, schreibt Kriminalromane, Geschichten und dies: Blog: https://annekuhlmeyer.wordpress.com/
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